Neujahrskonzert

Von gefühlvollen Klängen gestärkt ins neue Jahr.
Das jährliche Kirchenkonzert des Gesangvereins Edelweiß Peesten in der Marienkirche zählt zu den beliebtesten Musikveranstaltungen in der Kasendorfer Gemeinde. Die vielfältigen musikalischen Beiträge strahlen dabei zu Beginn des neuen Jahres stets eine starke Botschaft aus. 

Zum mittlerweile 22. Mal läuteten die Edelweißer das neue Jahr mit ihrem traditionellen Kirchenkonzert ein. Somit liegt es auch nicht fern, dass der gemischte Peestener Chor seine Gäste jährlich mit dem Liedbeitrag „Das neue Jahr beginnen“ begrüßt. In dem eineinhalbstündigen Programm, das neben den Edelweißern, dem Posaunenchor Azendorf-Peesten, dem Gesangverein Germania Azendorf sowie ein Posaunenquartett ausgestalteten, wartete auf die Zuhörerinnen und Zuhörer dabei in gewohnter Weise ein vielfältiges Repertoire. Hierbei wurde eine musikalische Spannbreite von weihnachtlichen Weisen über mächtige Instrumentalmusik bis hin zu Schlagerhits der 1960er Jahre gezogen.

So deuteten die Edelweißer mit „Hymne an die Nacht“ oder „Der Traum der Weihnachtszeit“ auf den anhaltenden Weihnachtsfestkreis hin und setzten damit die mit vielen Kerzen, Sternen und Tannengrün geschmückte Marienkirche nochmals zusätzlich in Szene. Mit „Morgenlicht“ hatte man kirchliches Liedgut parat und interpretierte in schwungvollem Rhythmus die Elvis-Hits „Love me Tender“, „Can’t help fallin in Love“ und „It’s now or never“. Chorleiter Frank Macht zeigte sich sichtlich erfreut über den großen Besucherandrang zur inzwischen 22. Auflage des Neujahrskonzertes. Dabei hob er bei seiner Begrüßung vor allem die langjährige Treue des kirchlichen Posaunenchors Azendorf-Peesten hervor, der hierbei mittlerweile zur Stammbesetzung zählt: in keinem der bisherigen Konzerte fehlte das Blechbläserensemble unter der Leitung von Christine Hofmann-Niebler und Harald Neumann. Die Beiträge reichten mit „Alleluja“, „Ich habe Freude“ oder „Prière/Gebet“ von klassischer Sakralmusik bis zu modernen Chorarrangements wie „Give me oil in my lamp“ und „You raise me up“.

Ebenso brillierte das aus Felix Maiwald, Florian Stöcklein, Lukas Macht und Johannes Macht bestehende Posaunenquartett. Neben dem irischen Volks Traditional „Londonderry“ oder einem „Abendlied“ füllten sie das Kirchenschiff vor allem mit dem von Paul McCartney stammenden Song „Hey Jude“ mit starken und wuchtigen Klängen aus. Dafür erntete das junge Quartett einen herzhaften Applaus.

Der Gesangverein Germania Azendorf unter der Leitung von Siegfried Münch konnte ebenfalls eine vielfältige musikalische Bandbreite unter Beweis stellen. Unter einer schwungvollen Akkordeonbegleitung versetzte der gemischte Chor das Publikum mit „Schuld war nur der Bossa Nova“ zurück in die Unbeschwertheit der 60er Jahre. Mit „Winterwunderland“ wählte man einen passenden Titel zu der vor der Kirchentür vorliegenden winterlichen Kulisse des schneeverwehten Dorfplatzes. Nachdem bereits der Beitrag „Worte, die mein Herz berühren“ eine andächtige Stimmung erzeugte, richtete man mit „Wir ziehen in den Frieden“ von Udo Lindenberg einen starken und klaren Friedensappell an uns Menschen. Ebenso weckten die Edelweißer mit ihrem letzten Beitrag die Emotionen ihres Publikums, als sie von dem Posaunenquartett musikalisch begleitet „Fein sein, beinander bleibn“ anstimmten. Das aus Südtirol stammende Volkslied war hierbei im Besonderen den beiden erst kürzlich verstorbenen Mitgliedern des Gesangvereins, Ludwig Pülhorn und Erwin Pager, gewidmet.

Wie in jedem Jahr überzeugten die Interpreten des Peestener Kirchenkonzertes neben der Qualität vor allem wieder durch die Mischung an unterschiedlichen Stilen und Rhythmen. Ob dynamisch und schwungvoll oder andächtig und ruhevoll – der Neujahrsauftakt der Edelweißer hat einmal mehr für einen musikalischen Glanzpunkt gesorgt.